Ein Vergleich für den Datenimport von Adressen
In der modernen Datenanalyse spielen die räumliche Zuordnung und Geokodierung von Adressen eine entscheidende Rolle. easymap, eine leistungsstarke Software zur Geomarketing-Analyse, bietet in der Version easymap professional zwei primäre Methoden zur Geokodierung von Adressdaten: das 100 × 100‑m-Raster und die exakte Geokodierung. Dieser Blogbeitrag beleuchtet die Unterschiede zwischen diesen beiden Ansätzen und deren Anwendung in easymap, einschließlich der damit verbundenen Kostenstrukturen.
Einführung in die Geokodierung
Die Geokodierung ist der Prozess, bei dem Adressen in geografische Koordinaten umgewandelt werden. Diese Koordinaten können anschließend für verschiedenste Analysen genutzt werden, von der Marktsegmentierung bis hin zur Logistikplanung. In easymap professional kann dieser Prozess auf zwei Weisen erfolgen: durch die Verwendung eines 100 × 100‑m-Rasters oder durch die exakte Geokodierung mittels eines Creditmodells. In easymap office können die Daten lediglich auf Basis des 100 × 100‑m-Rasters importiert werden.
Hinweis:
Grundsätzlich steht in easymap office und in easymap professional auch der Datenimport über eine Geokoordinate zur Verfügung. Sollten Sie diese Daten bereits vorliegen haben, benötigen Sie weder den Datenimport über das 100 x 100m Raster, noch die Erstellung der Geokoordinaten über easymap professional.
Das 100 × 100‑m-Raster
Beim 100 × 100‑m-Raster werden Adressen einem festen Raster zugeordnet, das das gesamte Untersuchungsgebiet überdeckt. Jeder Rasterzelle (Quadrat von 100 × 100 Metern) wird eine eindeutige Kennung zugewiesen. Adressen innerhalb einer Zelle werden dann dieser spezifischen Zelle zugeordnet.
Vorteile des 100 × 100‑m-Rasters
- Einfachheit und Geschwindigkeit: Die Zuordnung von Adressen zu einem Raster ist deutlich schneller und weniger ressourcenintensiv als die exakte Geokodierung.
- Kosteneffizienz: Da die Daten auf einer weniger granularen Ebene verarbeitet werden, können große Mengen an Adressdaten kostengünstiger geokodiert werden.
- Ausreichend für viele Anwendungen: Für viele Anwendungen, wie z.B. die grobe Marktsegmentierung oder die Erstellung von Heatmaps, ist die Genauigkeit eines 100 × 100‑m-Rasters völlig ausreichend.
Nachteile des 100 × 100‑m-Rasters
- Geringere Genauigkeit: Für Anwendungen, die eine hohe Präzision erfordern, wie z.B. die Standortplanung oder die Routenoptimierung, kann die geringere Genauigkeit des Rasters problematisch sein.
- Aggregierte Daten: Die Daten werden auf einer aggregierten Ebene präsentiert, was zu Informationsverlust führen kann.
Exakte Geokodierung und das Creditmodell
Die exakte Geokodierung in easymap professional erfolgt durch die genaue Umwandlung von Adressen in Längen- und Breitengrade. Dieser Prozess wird über ein Creditmodell abgerechnet, bei dem jede Geokodierung eine bestimmte Anzahl von Credits kostet.
Vorteile der exakten Geokodierung
- Hohe Genauigkeit: Die präzise Zuordnung von Adressen zu exakten geografischen Koordinaten ermöglicht detaillierte Analysen und Anwendungen, die eine hohe Genauigkeit erfordern.
- Vielseitigkeit: Exakte Geokoordinaten sind für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet, von der präzisen Marktanalyse bis hin zur Planung von Versorgungsnetzen und der Optimierung von Logistikrouten.
- Bessere Datenintegration: Exakte Koordinaten lassen sich leicht mit anderen geografischen Informationssystemen (GIS) und Datenquellen integrieren.
Nachteile der exakten Geokodierung:
- Kosten: Die exakte Geokodierung ist in der Regel teurer als die Verwendung eines Rasters, da jede Geokodierung Credits verbraucht.
- Rechenintensität: Der Prozess der exakten Geokodierung ist ressourcenintensiver und kann bei großen Datenmengen längere Verarbeitungszeiten erfordern.
Anwendung in easymap
In easymap wird die Auswahl der Geokodierungsmethode maßgeblich von den Anforderungen der spezifischen Analyse und dem verfügbaren Budget bestimmt. Der Datenimport von Adressen kann entweder über das 100 × 100‑m-Raster oder die exakte Geokodierung erfolgen, je nachdem, welche Prioritäten gesetzt werden.
Datenimport über das 100 × 100‑m-Raster
- Benutzer können große Mengen an Adressdaten schnell und kostengünstig importieren und geokodieren.
- Ideal für erste Analysen, bei denen die grobe geografische Verteilung von Interesse ist.
Datenimport über exakte Geokodierung
- Benutzer importieren Adressdaten, die exakte Geokoordinaten erfordern.
- Diese Methode ist teurer und erfordert den Einsatz von Credits, bietet jedoch eine höhere Präzision und detaillierte Analysefähigkeiten.
Beispiele
Die folgenden Karten skizzieren den Import von einer Adresse über das 100 × 100‑m-Raster und einer Geokoordinate in unterschiedlichen Zoom-Stufen. Je weiter man aus der Karte herauszoomt, desto weniger wird ersichtlich, dass die Punkte auf der Karte ein wenig voneinander entfernt sind.
Die Adresse, die hier zugrunde liegt, ist die Firmenadresse der p17 GmbH: Mühlenmathe 50, 48599 Gronau
Fazit
Die Wahl zwischen dem 100 × 100‑m-Raster und der exakten Geokodierung in easymap hängt von den spezifischen Anforderungen der Analyse ab. Während das Raster eine schnelle und kostengünstige Lösung für allgemeine Analysen bietet, ermöglicht die exakte Geokodierung detaillierte und präzise Untersuchungen, die für spezifische Anwendungen unerlässlich sind.
easymap bietet durch die Kombination dieser beiden Methoden eine flexible Plattform, die sich an die Bedürfnisse verschiedener Benutzer anpassen lässt. Durch die Nutzung des Creditmodells können Benutzer die exakte Geokodierung je nach Bedarf und Budget einsetzen, was eine effiziente und effektive Nutzung der Ressourcen gewährleistet.





