Daten

Bestandteile des Datenaudits

Die Basis für ein erfolgreiches Adressmanagement sind saubere Stammdaten, in der Regel bestehend auf Kundenadressen, Interessenten, Lieferanten und Partner. Das ist die Grundlage für effizientes Kundenbeziehungsmanagement. Das p17 Datenaudit liefert eine genaue Übersicht zum Status-Quo der Adressqualität und das zu einem kleinen Preis. Beim Datenaudit werden die von Kunden angelieferten Firmenadressen mit einer externen Datenbank mit rund 5,5 Millionen B2B Adressen gematcht und wichtige Aussagen zum Adressbestand abgeleitet. Das Fundament für eine Anreicherung mit Zusatzinformationen für den Vertrieb und das Marketing.

Doch was genau ist im Daten Audit enthalten? Genau das möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Strukturanalyse

Es ist wichtig, dass eine eindeutige ID, wie zum Beispiel eine Kundennummer, beim Datenaudit berücksichtigt wird. Bei der Strukturanalyse werden die Straße, Hausnummer, PLZ, Ort und das Länderkennzeichen geprüft.

Intra Dubletten

Die angelieferten Adressen werden mit einer speziellen Dubletten Software geprüft. Mehrfach vorkommende Datensätze werden so schnell identifiziert. Im weiteren Verlauf des Datenaudits werden versteckte Dubletten durch einen Abgleich mit einer externen Datenbank identifiziert.

Ein Beispiel
Interne Dubletten (Basis = Anzahl der eingelieferten Firmenadressen im Datenaudit)

ResultatAnzahl%
Single-/Kopfadresse38.78897 %
Dublette1.2123 %
Summe40.000100 %
Interne Dubletten identifizieren

Rechtsform

Der vorliegende Datenbestand wird nach der Anzahl der Adressen mit und ohne Rechtsform geprüft. Berücksichtigt werden dabei viele verschiedene Schreibformen und Schreibweisen. Die Erkenntnis bezieht sich auf die Zusammensetzung der Rechtsformen in Ihrem Datenbestand: Unternehmen mit Eintrag im Handelsregister, Kleingewerbetreibende, Non-Profit Organisationen etc. Übrigens: Enthaltene Niederlassungen von im HR eingetragenen Unternehmen werden ebenfalls identifiziert.

Ein Beispiel
Verteilung nach Rechtsform:

ResultatAnzahl%
Mit Rechtsform34.64386,6 %
Ohne Rechtsform5.35713,4 %
Summe40.000100 %

Kundenverteilung

Gemeint ist eine Übersicht der regionalen Verteilung der Kundenadressen bzw. der Treffer im Audit. Die Anzahl der Unternehmen insgesamt (auf Ebene der Bundesländer) zeigt die Relation.

Kundenverteilung auf Basis der Postleitbereiche

Die Trefferquoten Prognose

Bei der Trefferquoten Prognose werden die eingelieferten Firmenadressen mit einer externen Datenbank abgeglichen, die mit rund 5,5 Millionen Firmenadressen befüllt ist. Die Trefferquoten Prognose gibt Auskunft darüber, wie viele der angelieferten Kundendaten maschinell mit „gematcht“ werden können. Je höher die Anzahl, desto besser (da günstiger) ist dies für die Datenanreicherung. Neben den maschinellen Treffern wird außerdem ausgezählt, welche Adressen einer manuellen Recherche unterzogen werden müssten, um diese eindeutig zu identifizieren. Und natürlich werden Nicht-Treffer und nicht identifizierbare Gewerbebetriebe identifiziert.

Die Trefferquoten Prognose stellt die Grundlage zur Erstellung eines genauen Angebots für eine Anreicherung Ihrer B2B Adressen dar. Alle Treffer können sicher mit Merkmalen versehen bzw. angereichert werden. Damit wissen Sie mehr über ihre Kunden und können die Erkenntnisse für weitere Schritte nutzen.

Versteckte Dubletten

Im Gegensatz zur internen Dublette oder der „Intra Dublette“ können versteckte Dubletten nur durch den Abgleich mit einer externen Datenbank identifiziert werden. Dadurch können angelieferte Kundendaten nach den folgenden Änderungen überprüft werden:

  • Umfirmierungen
  • Änderung der Rechtsform
  • Umzüge

Eine Dubletten-Software kann diese Informationen nicht liefern da der Abgleich gegen eine externe Datenbank nicht möglich ist.

Datenaktualität

Die Datenaktualität der Firmenadressen wird auf Basis der maschinellen „Matches“ der Trefferquoten-Prognose ermittelt. Das Ergebnis kann dann wie die folgende Abbildung aussehen:

ResultatAnzahl%
Adresse korrekt16.42261,0 %
Adresse historisch5.66921,1 %
Insolvenz7892,9 %
Löschung21027,8 %
Liquidationen und Firmen in Auflösung3451,3 %
Nicht mailingrelevant1870,7 %
Gewerbe nicht mehr feststellbar2230,8 %
Nixi-Kennung450,2 %
Werbeverweigerer1.1354,2 %
Summe26.917100 %

Die Erklärung zu den einzelnen Resultaten in der Übersicht:

  • Umbenennungen der Firma, Umzüge sowie Anschriften und Firmen mit Fehlern = Adressen historisch
  • Vorliegende Infos über ein laufendes Insolvenzverfahren = Insolvenz
  • Bei abgemeldetem Gewerbe oder vorliegenden Löschinformationen = Löschung
  • Zum Beispiel „unbekannt verzogen“, sprich vorliegende Unzustellbarkeitsinfo = Nixi-Kennung
  • Vermögens- und Verwaltungsgesellschaften und ruhende Firmenadressen = nicht mailingrelevant.
  • Zur Abwicklung des Unternehmens liegen Infos vor = Liquidationen und Firmen in Auflösung
  • Es liegt keine Information zum feststellbaren Gewerbe vor = Gewerbe nicht mehr feststellbar
  • Es liegt ein Widerspruch der Datennutzung gemäß EU-DSGVO widersprochen vor. = Werbeverweigerer

Zeitliche Verteilung der historischen Treffer und Insolvenzen

Die Einordnung der Änderungen in den Firmenadressen wird wie folgt ausgeben. Die daraus zu schließenden Erkenntnisse besprechen wir gerne mit Ihnen.

ErgebnisseAnzahlProzent
Änderungszeitraum < 1 Jahr2946,6 %
Änderungszeitraum zw. 1 & 2 Jahren3548,0 %
Änderungszeitraum zw. 2 & 3 Jahren3327,5 %
Änderungszeitraum zw. 3 & 4 Jahren2846,4 %
Änderungszeitraum zw. 4 & 5 Jahren1984,5 %
Änderungszeitraum > 5 Jahre2.96967,0 %
Summe4.431100 %

Verteilung nach Märkten

Die Information aus welchen Märkten die maschinellen Treffer stammen, ist ein wichtiger Hinweis auf die Branchenschwerpunkte im eigenen Adressstamm. Enthalten ist ein Vergleich mit dem Bestand in der externen Firmendatenbank. Die Einteilung nach Märkten beinhaltet zum Beispiel die Branche der freien Berufe, Gastgewerbe, Einzelhandel, Finanzen & Versicherungen, Handwerk, Hersteller etc.

Neben der Verteilung nach Märkten ist auch eine Ausweisung des Branchencodes WZ möglich und im Datenaudit enthalten.

Top 25 Branchen WZ 3- und 5 stellig

Die Abkürzung WZ steht für „Klassifikation der Wirtschaftszweige“ und ist in Deutschland sehr verbreitet. Die statistischen Landesämter und das statistische Bundesamt (destatis) nutzen den WZ Code zur Einordnung von Unternehmen nach Branche. Die Analyse zur Branche im Rahmen des Datenaudits auf 3- bzw. 5-stelliger Ebene sieht beispielhalft wie folgt aus:

WZ-Schlüssel 3-stelligKundenbestand
(Anzahl)
Kundenbestand
(Prozent)
Externe Datenbank
(Anzahl)
Externe Datenbank
(Prozent)
432 = Bauinstallation5823,3 %139.5702,8 %
551 = Hotels, Gasthöfe und Pensionen2841,6 %40.1120,8 %
651 = Rechtsberatung2151,2 %58.3861,2 %
WZ-Schlüssel 5-stelligKundenbestand
(Anzahl)
Kundenbestand
(Prozent)
Externe Datenbank
(Anzahl)
Externe Datenbank
(Prozent)
62019 = Sonstige Softwareentwicklung2841,6 %33.3440,7 %
7311 = Werbeagenturen1801,0 %35.8910,7 %
69102 = Rechtsanwaltskanzleien ohne Notariat1450,8 %46.4590,9

Es erfolgt also ein Abgleich der Kundenbestände mit den Werten der externen Datenbank aller Unternehmen in Deutschland. Der Vergleich mit einem Indexwert lässt einen Schwerpunkte der Branchenverteilung direkt erkennen. Gleichzeit ermöglich das natürlich einen Blick auf das Kundenpotenzial. Im oben aufgeführten Beispiel ist die jeweilige Gesamtzahl der Firmen nach Branche aufgeführt. Ein wichtiger Indikator zur Ableitung der Zahl der potenziellen Kunden.

Neben der Branchen sollten weitere Kriterien bei der Identifikation des Potenzials berücksichtigt werden.

Verteilung der Mitarbeiterklassen und Umsatzgröße

Die „gematchten“ Firmenadressen werden, wie schon bei der Branche, mit einer externen Datenbank aller Unternehmen, in Relation zur Gesamtzahl der Unternehmen gesetzt. Daraus ergibt das Daten Audit eine Übersicht der Verteilung der Mitarbeiter- und Umsatzgrößenklassen im Kundenstamm.

Verteilung nach Mitarbeiterklasse

Hier ein Beispiel für die Auswertung zur zugehörigen Beschäftigtenklasse bis 2.000 Mitarbeiter und darüber hinaus. für einen möglichen Adresskauf.

MitarbeiterklasseKundenbestand
(Anzahl)
Kundenbestand
(Prozent)
Externe Datenbank (Anzahl)Externe Datenbank (Prozent)
ohne Angabe1.0986,3 %608.15812,0 %
1 – 4 Mitarbeiter6.12035,0 %3.684.54572,7 %
5 – 9 Mitarbeiter1.6209,3 %349.5886,9 %
10 – 19 Mitarbeiter1.86510,7 %210.1684,1 %
20 – 49 Mitarbeiter1.1056,3 %125.8522,5 %
50 – 99 Mitarbeiter2.42113,9 %43.8420,9 %
100 – 199 Mitarbeiter9855,6 %23.5470,5 %
200 – 499 Mitarbeiter1.0205,8 %13.9870,3 %
500 – 999 Mitarbeiter5753,3 %4.4850,1 %
1.000 – 1.999 Mitarbeiter3852,2 %1.8150,0 %
ab 2.000 Mitarbeiter2691,5 %1.1100,0 %
Summe17.463100 %5.067.097100 %

Die Verteilung nach Umsatzklasse

Die Verteilung der Umsatzklassen in den Kundendaten liefern ebenfalls wichtige Informationen zur Betriebs- bzw. der Unternehmensgröße und damit ein wichtiger Baustein zur Zielgruppensegmentierung und der besseren Ansprache potenzieller Kunden. Clustern Sie ihre potenziellen Kunden im CRM zum Beispiel nach Umsatzklassen.

MitarbeiterklasseKundenbestand
(Anzahl)
Kundenbestand
(Prozent)
Externe Datenbank (Anzahl)Externe Datenbank (Prozent)
ohne Angabe7.81246,1 %3.544.84172,0 %
bis 100.000 Euro2581,5 %404.8648,2 %
100.001 – 250.000 Euro7504,4 %345.1257,0 %
250.001 – 500.000 Euro5233,1 %217.1524,4 %
500.001 – 2.500.000 Euro7104,2 %285.3085,8 %
2.500.001 – 5.000.000 Euro2.49814,7 %57.1461,2 %
5.000.001 – 25.000.000 Euro1.2017,1 %60.1851,2 %
25.000.001 – 50.000.000 Euro2.84116,8 %9.4500,2 %
über 50.000.000 Euro3512,1 %2.2460,0 %
Summe16.186100 %4.926.317100 %

Das Wissen um die Mitarbeiter- und Umsatzklasse in den eigenen Stammdaten ermöglicht eine klare, deutliche Zielgruppenprofilierung und damit eine bessere Zielgruppenansprache. Zusammen mit der Brancheninformation wird so deutlich, welche potenziellen Kunden zum Unternehmen passen.

Töchter/Filialen mit Zentralen

Die im Matching-Prozess identifizierten Kundenadressen werden mit Informationen zu zugehörigen Unternehmenszentralen angereichert. Diese Informationen werden im nächsten Schritt wiederum mit der Kundendatei verknüpft, um rauszufinden, ob die Unternehmen bereits zu den Bestandskunden gehören.

Basis im Beispiel (siehe Abbildung) = Töchter/Filialen im Kundenbestand

Unternehmen mit Töchter/Filialen

Die im Matching -Prozess identifizierten Kundenadressen werden mit Informationen zu zugehörigen Töchtern und Filialen angereichert. Diese Informationen werden im nächsten Schritt wiederum mit der Kundendatei verknüpft, um rauszufinden, ob die Töchter und Filialen bereits zu den Bestandskunden gehören.

Basis in der Abbildung= Mütter/Zentralen im Kundenbestand.

Neupotenziale

Die Neupotenziale berücksichtigen die Branche und die Mitarbeiterklassen. Die Erkenntnisse aus dem Datenaudit werden genutzt und mit einer externen Datenbank abgeglichen. So bekommen Sie eine klare Aussage zu ihren Kundeneigenschaften. Das Ergebnis ist eine Übersicht der Potenziale nach Folgendem Aufbau:

WZ2008WZ2008 TextKundenPotenzialohne Angabe1-910-4950-99100-499ab 500
7022Unternehmensberatung44493.6947.36081.3894.2584.03025034
823Messeveranstalter2848.7147017.21968775320
8411Allgemeine Verwaltung25517.53711.4721.5552.3347761.001389
Unternehmen nach Branchen

Die nächsten Schritte nach dem Datenaudit

Nachdem Sie die Ergebnisse ausgeliefert bekommen, gibt es mehrere Optionen der Folgeschritte. Hier die wichtigsten Maßnahmen in der Übersicht:

Inaktive Adressen

Lassen Sie sich nicht mehr aktive, insolvente oder umgezogene Firmen in Ihrem Kundenbestand markieren. Das gleiche gilt für (versteckte) Dubletten in den Firmenadressen. Sparen Sie Zeit und Geld und bereinigen Sie Ihre Kundendatenbank durch Identifikation falscher Daten.

Anreicherung mit Zusatzinformationen

Steigern Sie das Wissen über Ihre Kunden und reichern Sie die Kundendaten mit externen Informationen und Datenelementen an. Gerne stellen wir Ihnen eine Übersicht der Merkmale zur Verfügung, die Sie anreichern lassen können.

Unsere Experten für Firmenadressen freuen sich auf Ihre Anfrage.

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