Regionale Kaufkraft für einzelne Sortimente

Soziodemographische Daten wie die Sortimentskaufkraft bietet Herstellern von Konsumgütern eine ideale Unterstützung für zahlreiche Analysen im Geomarketing, Controlling, Vertrieb und der Expansionsplanung. Die Sortimentskaufkraft beinhaltet spezielle, produktbezogene Absatzpotenziale für ungefähr 60 Warengruppen. Die Sortimente sind unterteilt in Food- und non-Food Produktgruppen. Sie wird aus dem Teil der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft gebildet, der im stationären Handel von Verbrauchern für einzelne Produkte ausgegeben wird.

Die Sortimentskaufkraft ist auf feinräumiger Ebene verfügbar und kann auf Deutschland auf der PLZ5, Gemeinde- und Straßenabschnittsebene bezogen werden. Auf Anfrage kann die Sortimentskaufkraft auch für einzelne Produkte berechnet und zum Beispiel für eine regionale Marktanteilsberechnung verwendet werden.

Die wichtigsten Infos zur Sortimentskaufkraft

  • Regionale Kaufkraft für 60 Sortimente
  • Food- und non-Food Sortimente
  • Regionales Absatzpotenzial für Produkte
  • Auf Gemeinde-, PLZ5 und Straßenabschnittsebene verfügbar
  • Auch für das europäische Ausland bestellbar

Soziodemographische Daten "Sortimentskaufkraft" – was ist enthalten?

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Sortimentsgruppen. Die 17 Hauptgruppen fassen dabei zum Teil einzelne Sortimente zusammen. Alle Warengruppen können auch einzeln oder in Kombination mit anderen Produktgruppen bestellt werden. Detailbeschreibungen zu den zugehörigen Produkten finden Sie auf den jeweiligen Unterseiten:

Sortimentskaufkraft Food

Sortimentskaufkraft Food

Gesundheits- und Körperpflege

Gesundheits- und Körperpflege

Foto, Optik

Foto, Optik

Uhren, Schmuck

Uhren, Schmuck

Bücher, Schreibwaren

Bücher, Schreibwaren

Spielwaren, Hobbys

Spielwaren, Hobbys

Sport und Camping

Sport und Camping

Baumarktspezifisches Sortiment

Baumarktspezifisches Sortiment

Baby- und Kinderartikel

Baby- und Kinderartikel

Die Anwendungsbereiche für soziodemographische Daten

Die Sortimentskaufkraft verrät Ihnen das regionale Absatzpotenzial für Ihr spezielles Sortiment. Vertriebs- und Marketingaktionen können somit optimal auf die Bedürfnisse der Endverbraucher vor Ort abgestimmt werden. Soziodemographische Daten verschaffen Ihnen so einen Informationsvorsprung. Eine objektive Entscheidungsgrundlage für Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Ob Sie nun Standorte bewerten und planen möchten, Ihr Direktmarketing oder Vertriebsgebiete optimieren wollen: Die Sortimentskaufkraft hilft Ihnen dabei.

Local Category Management

Das maßgebliche Instrument für die Verkaufsflächengestaltung ist die Sortimentskaufkraft. In der Gegenüberstellung von eigenen Umsätzen mit Kaufkraftpotenzialen im Einzugsgebiet Ihrer Verkaufsstandorte berechnen Sie Ihre Marktausschöpfung. Die speziellen Kaufkraftpotenziale ermöglichen eine bessere Sortimentsgestaltung vor Ort. Sie können das Sortiment ideal an regionale Gegebenheiten anpassen. So gibt es im Rahmen der Food-Kaufkraft Unterteilungen wie die Sortimentskaufkraft für Konserven, die Kaufkraft für Schokolade oder die Sortimentskaufkraft Pizza.

Außendienstoptimierung und Vertriebscontrolling

Nutzen Sie die Sortimentskaufkraft zusammen mit RegioGraph als Basis für die Planung oder Anpassung Ihrer Vertriebsgebiete. Schaffen Sie für Ihren Außendienst durch eine Gebietsoptimierung potenzialgerechte Gebiete. Durch transparente Vertriebsgebiete mit nahezu identischem Potenzial erhöhen Sie die Chancengleichheit für Ihre Vertriebsmannschaft und schaffen gleichzeitig eine Grundlage für eine objektive Bewertung der Verkaufserfolge.

Mikromarketing

Mit dem Wissen über spezielle Kaufkraftpotenziale für Ihr Sortiment können Sie Marketingaktionen noch effizienter und zielgerichteter planen. Das optimiert Ihr Zeit- und Kostenmanagement. Mit dem Wissen, wo sich besonders kaufkraftstarke Haushalte für Ihr Sortiment befinden planen Sie beispielsweise Ihre Direktmarketingaktionen durch gezielte Postwurfsendungen.

Für was geben die Deutschen ihre Einzelhandelskaufkraft von 5.413 Euro pro Kopf aus? Vor allem für Nahrungs- und Genussmittel, Baumarktartikel und Bekleidung. Dabei unterscheidet sich das Konsumverhalten der Berliner deutlich von dem der Bayern oder der Hamburger, wie die aktuelle Studie zur regionalen Sortimentskaufkraft 2012 von GfK GeoMarketing belegt.

Die Einzelhandelskaufkraft der Deutschen wurde aktuell in der Studie „GfK Sortimentskaufkraft 2012“ für 17 Sortimentsobergruppen aufgeschlüsselt:

Neben den 17 Sortimentsobergruppen unterscheidet die GfK-Studie das regionale Kaufkraftpotenzial auch für rund 60 Einzelsortimente. Exemplarisch werden im Folgenden die regionalen Kaufkraftpotenziale für die drei Einzelsortimente Backwaren, Gesundheit und Pflege sowie Fahrräder betrachtet.

Backwaren

Für Backwaren stehen im Jahr 2012 laut GfK-Prognose 121 Euro je Einwohner an Kaufkraft zur Verfügung. Dort wo die Einzelhandelskaufkraft hoch ist, ist auch tendenziell das Ausgabepotenzial für Backwaren hoch. So liegt in fünf der sechs Bundesländer (Hamburg, Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen in absteigender Reihenfolge der EHK je Einwohner) mit einer überdurchschnittlichen Einzelhandelskaufkraft auch die Nachfrage nach Backwaren über dem Durchschnitt. Rheinland-Pfalz weist allerdings einen leicht überdurchschnittlichen Wert (123 Euro je Einwohner) bei Backwaren, jedoch nicht bei der Einzelhandelskaufkraft, auf.

Hamburg ist an der Spitze der Bundesländer-Rangfolge. Hier haben die Einwohner 127 Euro Kaufkraft für Backwaren zur Verfügung und liegen damit fünf Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Bei der Einzelhandelskaufkraft schneidet die Hansestadt noch höher ab, nämlich neun Prozent (5.899 Euro je Einwohner) über dem Bundesdurchschnitt. Währenddessen belegt Berlin, das bei der Einzelhandelskaufkraft nur leicht unterdurchschnittlich ist, bei Backwaren den letzten Platz: Ein Berliner gibt jährlich im Schnitt fast 17 Prozent (105 Euro je Einwohner) weniger für Backwaren als ein Hamburger aus.

Gesundheit und Pflege

Das Sortiment Gesundheit und Pflege beinhaltet medizinische und orthopädische Artikel, pharmazeutischen Bedarf (frei verkäufliche Gesundheitsprodukte), Körperpflege-, Kosmetik- und Hygieneprodukte, Papierwaren sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel für die Haushaltsführung.

In diese Waren investieren die Deutschen durchschnittlich fast acht Prozent (427 Euro je Einwohner) ihrer Einzelhandelskaufkraft – rund ein Fünftel dessen, was für den Foodbereich jährlich ausgegeben wird. Gesundheit und Pflege liegt damit an vierter Stelle der Non-Food-Sortimentsgruppen. Nur in die Sortimente Baumarkt, Bekleidung und Einrichtungsbedarf wird mehr Geld gesteckt.

Die Kaufkraftverteilung für Gesundheits- und Pflegeprodukte ist regional höchst unterschiedlich. Hamburg liegt auch hier wieder an der Kaufkraftspitze (501 Euro je Einwohner) der Bundesländer, und das sogar mit über 17 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt. Berlin und Bremen nehmen mit einer um etwa fünf Prozent über dem Durchschnitt liegenden Kaufkraft für Gesundheit und Pflege den zweiten und vierten Platz ein.

Fahrräder

Für Fahrräder stehen den Deutschen 2012 rund 34 Euro je Einwohner zur Verfügung. Das macht ein gutes Drittel des Hauptsortiments Sportbedarf und Camping aus.

Auf dem ersten Rang liegt Bayern mit 39 Euro je Einwohner und hat damit 1,6 Mal so viel Kaufkraft für Fahrräder wie die Einwohner des letztplatzierten Bundeslandes Sachsen zur Verfügung. Sachsen liegt bei diesem Sortiment fast 30 Prozent (24 Euro je Einwohner) unter dem Bundesdurchschnitt. Auch in den drei Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ist die Kaufkraft je Einwohner für Fahrräder unter dem Bundesdurchschnitt – in Berlin 16 Prozent und Bremen sogar 18 Prozent.

Zur Studie

Die Studie „GfK Sortimentskaufkraft 2012“ basiert auf unterschiedlichen Erhebungen und Analysen des Einkaufsverhaltens von Verbrauchern im Einzelhandel. Diese Verbraucherinformationen werden von der GfK anhand der soziodemografischen Beschreibung der Haushalte auf die Wohnumfeld-Merkmale der mikrogeografischen Datenbank GfK Point Plus® übertragen. So werden die Informationen zum Verbraucherverhalten mit der regionalen Ebene verknüpft. Die Daten sind flächendeckend und regionalisiert für alle administrativen und postalischen Gebiete Deutschlands erhältlich, von den Bundesländern über Kreise und Gemeinden bis hin zu PLZ5.

Die Kaufkraft wird als nominaler, das heißt. nicht inflationsbereinigter, Prognosewert ausgewiesen. Sie bezieht sich immer auf den Wohnort, nicht auf den Einkaufsort. Die Daten stellen Durchschnittswerte für alle Einwohner einer Region dar. Rückschlüsse auf die Vermögenswerte von[nbsp] Einzelpersonen sind daher falsch.

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