Bei der p17 GmbH hat sich etwas verändert. Etwas wesentliches. Und zwar die Art und Weise wie wir arbeiten. Man kennt das doch, hier ein Post-It auf dem Schreibtisch, dass Herr Müller noch eine Frage hat und um einen Rückruf bittet, dann da noch ein Post-It, dass das Angebot bis heute fertig sein soll und und und… Total unübersichtlich und auch irgendwie nicht mehr zeitgemäß.
Genau das haben wir uns auch gedacht und haben Mitte 2020 die Kanban Methode implementiert und können heute sagen, dass wir dadurch deutlich strukturierter und effizienter Arbeiten.

Aber was ist die Kanban Methode überhaupt?

Üblicherweise arbeitet man im Team mit der Kanban-Methode über ein analoges oder digitales Board. Auf diesem Board werden dann Arbeitspakete durch bewegliche Kärtchen dargestellt und je nach Status der Arbeit selbstständig von den Mitarbeitern in die entsprechende Spalte gepackt.

Ein Beispiel Kanban Board

Vorab, die Kanban Methode stellt kein Werkzeug dar, sondern ist eine Managementmethode, die man lernen muss zu leben. Die Basis dafür sind die Werte und Kernpraktiken der Methode. Diese neun Werte sollten verstanden und auf sich und seine Unternehmung übertragen werden.

Die neun Werte der Kanban Methode

Durch die Graphik des Kanban Boards erschließt sich der erste Wert: Transparenz.
Für jeden aus dem Team ist die Arbeit sichtbar. Dieser Wert wird durch die Kernpraktik Visualisierung transportiert. Grundsätzlich wird Arbeit mit Kanban effektiver organisiert. Entscheidungen, die sinnvoll und besser durchdacht sind, können so von den Teammitgliedern getroffen werden. Daneben ermöglicht das Board eine weitere Kernpraktik, und zwar, dass regelmäßig Meetings abgehalten werden, um über die Aufgaben zu sprechen und ggf. frühzeitig auf Fehler reagieren zu können. In den Gesprächen wird dann noch eine Kernpraktik umgesetzt: Prozessregeln. Diese können individuell bestimmt werden und regeln bspw. die Verantwortlichkeit über ein Arbeitspaket.

Der zweite Wert, Balance, wird durch die Kernpraktik, dass parallellaufende Arbeit begrenzt wird, gelebt. Mittels dieser Restriktion werden Kapazitäten und Leistungsfähigkeit abgestimmt, sodass Überlastungen der Mitarbeiter umgangen werden. Nach einiger Zeit lässt sich daraus auch eine Durchlaufzeit der Arbeitspakete generieren, wodurch sich eine präzise Vorhersagbarkeit ableiten lässt.

Zusammen mit der Kernpraktik Verbesserungen zu generieren und experimentierfreudig daran zu arbeiten, lässt sich der dritte Wert, Kooperation, erläutern. Es geht darum, kontinuierlich zusammenzuarbeiten, förderliche Veränderungen durch Problemlösung zu forcieren und kreativ deren Umsetzung anzugehen.

Bei dem vierten Wert, Kundenfokus, geht es um die Kernpraktik Arbeitsfluss zu managen. Zusammen zielen diese durch Gleichmäßigkeit und Pünktlichkeit darauf, gute wirtschaftliche Ziele zu generieren. Durch diesen Perspektivwechsel gelingt es, Kundenbedürfnisse vorzeitig festzustellen und reagieren zu können.

Mit dem fünften Wert, dem Arbeitsfluss, wird besonders auf die Gleichmäßigkeit des Arbeitsverlaufes und Pünktlichkeit der Arbeitsergebnisse geschaut.

Einer der zentralsten Werte ist der sechste Wert: Führung. Dieser Wert ruft dazu auf, dass Führung in jeder Unternehmensebene repräsentiert wird. Dabei ist Führung nicht negativ behaftet, sondern wird mit aufstrebender Veränderung in Verbindung gebracht.

Im siebten Wert der Kanban Methode geht es um das Verständnis. Neben der Aufschlüsselung von internen und externen Kausalketten geht es darum System, Menschen und Bedürfnisse wertzuschätzen.

Der achte Wert ist die Vereinbarung. Es sollen also vereinbart im Team Veränderungen angestrebt werden, indem aktuell, ergebnisoffen, dynamisch und anpassungsfähig agiert wird, um konkurrenzfähig zu sein und die Organisation voranzubringen.

Der neunte Wert, Respekt, zeichnet, ebenso wie Vereinbarung und Verständnis, Führungsqualitäten aus. Besonders geht es bei diesem Wert darum, wie Teammitglieder miteinander agieren und auftreten und anpassungsfähig reagieren zu können.

Werden die aufgezählten neun Werte im Unternehmen gelebt, führen sie zur Selbsterkenntnis des Organisations-Selbst.

Fazit

Wir bei der p17 GmbH können eindeutig sagen, dass sich durch die Implementierung der Kanban Methode unsere internen Prozesse sowie Arbeitsabläufe professionalisiert haben. Dadurch, dass sämtliche Informationen bezüglich einer Aufgabe immer zentral an der richtigen Stelle, und zwar im Arbeitspaket selbst, gespeichert sind, kann Zusatzaufwand vermieden werden. Generell läuft die Aufgabenabarbeitung insgesamt schneller ab. Noch dazu fordert die Methode die aktive Mitarbeit aller Teammitglieder auf, wodurch selbstständiges Arbeiten ermöglicht wird.

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