Wie groß ist der Anteil von Wohngebäuden in Ahaus die vor 1986 gebaut wurden? Wie groß ist die Zahl der Wohngebäude in Münster? Diese und weitere Fragen zum Gebäudebestand lassen sich mit den Daten des statistischen Landesamts NRW beantworten. Die Tabelle „Gebäude- und Wohnungszählung 2011 (Zensus)“ vom 09.05.2011 zeigt bis auf Gemeindeebene die Gesamtzahl aller Wohngebäude nach Baujahr.
Wir haben diese Daten für den Nordwesten Nordrhein-Westfalens aufbereitet und auf der Landkarte visualisiert.

Auf der Karte erkennen Sie die Gesamtzahl der Wohngebäude in den Kommunen (Einfärbung von dunkelgrün bis rot) und im Tortendiagramm die Anzahl nach Baujahr (von 1919 bis 1986, von 1987 bis 2000 und von 2001 bis 2009 und später).
Für die bessere Übersicht haben wir die Baujahre komprimiert und in die drei Kategorien eingeteilt. Die Zahl der Wohngebäude die im Zeitraum von 1919 bis 1986 gebaut wurden, ist logischerweise in jeder Kommune höher, als in den anderen beiden Kategorien da hier der längste Zeitraum abgebildet ist. Durchschnittlich 65,75 % aller Wohngebäude in den berücksichtigten Städten und Gemeinden sind zwischen 1919 und 1986 gebaut worden, 22,45 % von 1987 bis 2000 und 12,16% nach 2000.

Den größten „Altbestand“ an Wohngebäuden gibt es in den folgenden Städten:

Stadt / GemeindeGesamtzahl WohngebäudeBaujahr 1919 bis 1986
in %
Herten12.95284,9
Castrop-Rauxel17.13181,6
Ahlen12.76680,5
Gladbeck13.91880,3
Recklinghausen22.53179
Größter Altbestand an Wohngebäuden

Im Kontrast dazu, die Städte mit den geringsten Anteilen von Wohngebäuden die bis einschließlich 1986 gebaut wurden:

Stadt / GemeindeGesamtzahl WohngebäudeBaujahr vor 1919 bis 1986
in %
Saerbeck1.84949,2
Hopsten2.01053,3
Ostbevern2.52452,4
Sassenberg3.55149,6
Senden5.26149,2

Die größte Stadt mit einem unterdurchschnittlichen Anteil an Gebäuden bis Baujahr 1986 ist übrigens Ahaus mit 55,8% Gebäuden aus dem genannten Zeitraum (Durchschnitt: 65,75 %).

Wie kann man diese Informationen nutzen? Für viele Branchen „rund ums Haus“ spielt das Baujahr des Gebäudes eine wichtige Rolle. Durch die vorliegenden Daten auf Gemeindeebene könnte man beispielsweise (in Kombination mit ergänzenden Marktinformationen) das Modernisierungspotenzial pro Stadt berechnen. Oder durch die Hinzunahme von Kundendaten könnte die regionale Marktausschöpfung bzw. regionale Marktanteile dargestellt werden.

Zur Analyse der Unternehmensumwelt und der Ableitung von strategischen Umsatzzielen spielt der der Gebäudebestand eine wichtige Rolle. Marketingmaßnahmen könnten gezielt in Gebiete mit dem größten Modernisierungspotenzial gelenkt werden. Die Kenntnis über die Zusammensetzung des Marktes bietet dazu die Grundlage.

Für weitere Informationen zu den Daten, kontaktieren Sie uns ganz einfach via E-Mail oder Telefon.

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