Ja, Map&Market basic und Map&Market planner können eine MapPoint Alternative sein.

Das MapPoint von Microsoft wurde nur bis zur 2013er Version weiterentwickelt und dann ab Ende 2014 komplett eingestellt. Mit dieser Software war es möglich digitale Landkarten zu erstellen sowie Routen zu berechnen. Da dieses Geoinformationssystem nicht mehr aktualisiert wird, ergeben sich nach und nach immer mehr Schwierigkeiten für die Unternehmen, die dieses Programm noch einsetzen. Beispielsweise werden neue Straßen oder 5- stellige Postleitzahlen nicht mehr gefunden, sodass die eingelesenen Kundendaten falsch auf der digitalen Landkarte platziert werden.
Weil die Markierung von geografischen Informationen von Kunden für Analysen innerhalb von Unternehmen immer wichtiger werden, suchen viele nach einer Alternative.

Eine mögliche Option könnte hier das Map&Market der PTV Gruppe sein.

In unserem YouTube Video stellen wir das Arbeiten in beide geografischen Softwarelösungen gegenüber.

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Import von Kundendaten

Bei Map&Market der PTV wählt man in dem Reiter oben links die Funktion Datenimport/ -export aus. Um eine vorbereitete Exceltabelle einzulesen, müssen diese Daten über den Button Adressen gesucht werden. Es öffnet sich ein Fenster, in welchem jetzt die Datei ausgewählt wird. Um eine Exceldatei zu finden kann in dem Fenster unten rechts das Dateiformat in Excel gewechselt werden. Die gewünschte Datei wird ausgewählt und geöffnet. In dem folgenden Dialogfenster wird dann eine Vorschau der eingespielten Informationen gezeigt. Im nächsten Step verlangt das Programm eine Kennung quasi als eindeutige Zuweisung der Datenbank. Hier wählen wir die Kunden ID aus. Danach fragt die Software, welche Spalten der Exceltabelle für die Erstellung der digitalen Landkarte wichtig sind oder ob welche uninteressant sind und nicht beachtet werden sollen. Grundsätzlich nimmt das Programm alle Spalten, dies kann aber manuell angepasst werden. Im nächsten Fenster soll dann der geografische Bezug festgelegt werden. Das bedeutet der Software zu sagen, ob er die Daten über Koordinaten oder Adressen platziert. Üblicherweise kann das Map&Market dann selbst aus der Exceltabelle die passenden Spalten finden, falls dies nicht der Fall ist, kann das aber auch manuell angepasst werden. Klickt man nun auf Fertigstellen, so erhält man noch eine Übersicht über die importierten Daten und danach kann ich auf meiner digitalen Landkarte meine eingelesenen Daten erkennen.

Vergleich mit MapPoint

Hier sucht man in dem Reiter „Daten“ den „Datenimport-Assisstent“ aus. Darüber kommt man direkt in seinen Ordnern und kann die Exceltabelle über einen Doppelklick auswählen. Danach bestimmt man, für welches Land die Informationen relevant sind, in diesem Beispiel ist es Deutschland. Des Weiteren muss in diesem Fenster angegeben werden, ob die erste Zeile der Exceltabelle mit einer Überschrift versehen ist. Zusätzlich können Dateitypen in den Spalten selektiert werden. Dafür ist es allerdings wichtig, dass die Straße, der Ort und die PLZ im entsprechenden Format vorliegt. Falls nicht, ist eine manuelle Anpassung über das Dropdown Menü möglich. Über die Anweisung „Fertigstellen“ platziert das MapPoint die Informationen auf die Karte. In diesem Beispiel können zwei Daten nicht gefunden werden. Es bleibt entweder die Option, die Datensätze zu überspringen oder aber sie an den von dem Programm vorgeschlagenen Ort zu platzieren. In dem nächsten Fenster kann bestimmt werden, wie die eingelesenen Informationen auf der Karte dargestellt werden sollen. Beispielsweise wird hier der Pin ausgewählt. Im folgenden Menü kann man sich noch zwischen unterschiedlichen Variationen des Pins entscheiden und im Pinfenster die Informationen, hier Straße, PLZ und Ort, festzulegen. Über Fertigstellen erlangt man wieder eine Übersicht der Datensätze auf der digitalen Landkarte.

Import von Daten in eine 5-stellige Postleitzahl

Dafür müssen die Postleitzahlen erstmal als Ebene in mein Projekt hinzugefügt werden. Dies gelingt mir, indem man in dem Reiter „Start“ den Button „Ebene hinzufügen“ auswählt und die 5-stellige PLZ von Deutschland aktiviert und einfügt. Jetzt importiert man die Umsatzzahlendaten über den Reiter „Datenimport/ -export“ und dann wählt man diesmal die Sachdaten aus. In dem aufpoppenden Dialogfenster kann wieder die Datenquelle aus den eigenen Ordnern gesucht werden. Um eine Exceldatei zu finden, muss erneut das Format gewechselt werden in „Excel“. Diese Umsatzdaten können über einen Doppelklick eingefügt werden, woraufhin mir das Map&Market eine Vorschau der Informationen gibt. Im nächsten Fenster soll angegeben werden, ob die erste Zeile der Exceldatei beschrieben ist und somit übersprungen werden soll, oder ob die Datei direkt mit wichtigen Informationen startet. In diesem Beispiel hat unsere Liste eine Überschrift, also ist die erste Zeile mit einem Feldnamen belegt und ich setzte ein Häkchen in der Checkbox bevor ich auf „Weiter“ klicke. Nun möchte das Programm wissen, in welcher Ebene meine Daten eingelesen werden sollen und wie der Bezug zwischen den Postleitzahlen und den Umsatzdaten hergestellt werden soll. Man wählt hier in beiden Kategorien aus dem Dropdown Menü die Postleitzahlendaten aus und gehe zum nächsten Schritt. Im folgenden Dialogfenster können noch Daten mit gleicher Kennung zusammengefasst werden. Um den Datenimport abzuschließen, muss nur noch auf „Fertigstellen“ gedrückt werden. Danach gibt mir das Map&Market wieder eine kleine Vorschau der eingelesenen Daten zusammen mit einem Fehlerbericht. Fehlerhafte Daten könnten im nächsten Schritt noch manuell angepasst werden. Nun sind die Umsatzdaten eingepflegt, jetzt müssen sie noch visualisiert werden.
Das Einfärben der Daten auf meiner digitalen Landkarte kann ich unter dem Reiter „Start“ und dann in dem Menüpunkt „Editieren“. In der Kategorie Fläche wird auf das grüne Plus dahinter geklickt, damit eine neue Visualisierungsart festgelegt werden kann. In unserem Beispiel wird die Klassifikation ausgewählt. Bei dem Merkmal Tabelle wird PLZ ausgesucht, da die Visualisierung auf Basis der 5-stelliger Postleitzahlen ist. Aus dem Dropdown Menü neben Feld wählt man Umsatz aus, da diese Eigenschaft analysiert wird. Im unteren Bereich des Dialogfensters sieht man, dass alle Klassen im Moment noch die gleiche Farbe haben. Über die Farbpalette können verschiedene Farbvarianten ausgewählt werden, in diesem Beispiel hat man sich für „PTV light“ entschieden. Über das Feld Übernehmen und anschließend OK ist auch dieser Schritt geschafft.

Vergleich mit MapPoint

Dafür wird erneut der Datenimport-Assistent geöffnet, um darüber wieder in die eigenen Dateien zu suchen aber dieses Mal wählt man die Umsatzdaten im Excelformat aus. Ebenfalls wird hier das Land Deutschland gewählt, wieder die Checkbox mit der Spaltenüberschrift aktiviert und für jede Spalte der Datentyp bestimmt. Über „Fertigstellen“ beginnt der Import. Falls fehlerhafte Daten aufgefunden werden, da das MapPoint alte Postleitgrenzen verwendet, besteht erneut die Möglichkeit diese Fehler manuell zu korrigieren oder wie in diesem Beispiel die Daten zu überspringen. Jetzt soll die Darstellungsart definiert werden. Für das Einfärben von Flächeninformationen eignet sich der Kartentyp „Schattierts Gebiet“. Als nächstes gebt man an, über welche Spalte das System die Informationen, und zwar den Umsatz, findet, die ausgewertet werden sollen. Im folgenden Fenster kann bestimmt werden, wie die Datensätze formatiert werden sollen. Hier wird „Kontinuierlicher Bereich“ gewählt. Über „Fertig stellen“ liest das Programm die Daten ein und visualisiert sie auf der digitalen Landkarte. Zoomt man nun in die Karte hinein und bewegt die Maus über einzelne 5-stellige Postleitzahl, erkennt man die dazugehörigen Umsatzzahlen.

Export als Bild

Abschließend schauen wir uns dann noch einmal an, wie man nun die individuelle Landkarte als Bild aus dem Programm ausgeben kann. Dafür wählt man den Reiter „Karte“ und den Button „Exportieren“. Danach kann ausgesucht werden, wo die Zieldatei gespeichert werden soll und unter welchen Dateinamen. Außerdem hat man hier die Möglichkeit sich die Bildgröße selbst auszusuchen. Über „Speichern“ wird mein Dokument erzeugt.

Vergleich mit MapPoint

Im MapPoint nutzt man dafür die Funktion „Drucken“ und wählt einen PDF Drucker aus. Im folgenden Fenster können zusätzlich gestalterische Möglichkeiten wie welches Format soll die Karte haben, soll eine Kartenlegende dabei sein und das Hinzufügen einer Übersichtskarte bestimmt werden. Zum Schluss gibt man über „OK“ den Dateinamen an, wählt noch sein Zielverzeichnis aus und über „Speichern“ wird das Dokument im PDF-Format erzeugt.