Im Artikel „Kaufkraft“ wird die allgemeine Kaufkraft erklärt und aufgezeigt, wie sich die Daten zusammensetzen. Eine spezifischere Variante der Kaufkraft ist die Einzelhandelskaufkraft. Die Einzelhandelskaufkraft beschreibt den Teil der Kaufkraft, die von den Verbrauchern innerhalb eines Gebiets (zum Beispiel einer 5-stelligen PLZ oder Gemeinde) für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung stehen. Einzelhändler (siehe Firmenadressen Einzelhändler) können damit Ihr Potenzial in einer Region abschätzen und die Prognose für unterschiedliche Analysen einsetzen. Eine weitere Differenzierung der Einzelhandelskaufkraft, beinhaltet die Sortimentskaufkraft.

Die Einzelhandelskaufkraft spiegelt explizit das Nachfragepotenzial für den stationären Einzelhandel und den Versandhandel wider. Sie setzt sich zusammen aus der allgemeinen Kaufkraft, abzüglich der Aufwände für Mieten, Versicherungen, KFZ-Kosten, Reisen, Hypothekenzinsen und Dienstleistungen. Geodaten zu Einzelhändlern können mit Hilfe von Points of Interest oder Firmenadressen identifiziert werden.

Welche Daten sind in der Einzelhandelskaufkraft enthalten?

Ganz wichtig: Die Kaufkraftdaten beziehen sich auf den Wohnort des Verbrauchers, nicht auf den Ort des Einkaufs. Wenn der Einkaufsort relevant ist, ist die Einzelhandelszentralität die bessere Option für soziodemographische Daten. Mobilitätsdaten hingegen, offenbaren die Bewegung der Zielgruppe.
Die Einzelhandelskaufkraft ist in Deutschland bis auf der Straßenabschnittsebene verfügbar und kann für mikrogeographische Analysen genutzt werden. Mit der Geomarketing Software RegioGraph können die Daten schnell und einfach auf der Landkarte visualisiert werden und zum Beispiel für die Standortplanung genutzt werden.

Die enthaltenen Datenspalten

  • Einwohner
  • Einwohner ‰
  • Haushalte
  • Haushalte ‰
  • Einzelhandelskaufkraft in Mio. EUR
  • Einzelhandelskaufkraft ‰
  • EH-Kaufkraft pro Einwohner in EUR
  • EH-Kaufkraft Index

Wie kann die Einzelhandelskaufkraft genutzt werden?

Einzelhandelsunternehmen können soziodemographische Daten wie die Einzelhandelskaufkraft als Indikator für die Attraktivität einer Region nutzen und unterschiedliche Analysen für Vertrieb und Marketing durchführen. In Kombination mit einer Geomarketing Software (wie zum Beispiel Map&Market planner) können die folgenden Fragen beantwortet beziehungsweise Analysen durchgeführt werden:

  • Standortplanung: Wo lohnen sich eventuell neue Filialen oder Standorte? Wo eher nicht?
  • Marketingplanung: In welchen Regionen müssen Marketingaktivitäten erhöht werden, um Marktanteile zu gewinnen?
  • Gebietsplanung und Gebietsoptimierung: Muss die Betreuung der Einzelhändler intensiviert werden? Wie müssen Gebiete eingeteilt werden?
  • Marktanalyse: Wie steht es um die Einzelhandelskaufkraft im Ausland? Wohin expandieren wir?

Die Einzelhandelskaufkraft steht (wie internationale Kaufkraftdaten generell) für viele europäische Länder zur Verfügung. Über die Verfügbarkeit in den einzelnen Ländern besuchen Sie die Seiten Marktdaten Europa, Marktdaten Westeuropa und Marktdaten Osteuropa. Auf Anfrage erstellen wir Ihnen gerne ein kostenloses Angebot.

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