CRESTA-Zonen dienen Erst- und Rückversicherern dazu, auf strukturierter Basis aggregierte, versicherungsrelevante Informationen auszutauschen. Im Jahr 2013 wird der bisherige Standard einer fundamentalen Reform unterzogen: Statt den bisher rund 43.000 Zonen stehen nun weltweit mehr als 250.000 Zonen und 137 Länder zur Verfügung. GfK GeoMarketing ist offizieller Lieferant der speziellen Karten zu den weltweiten CRESTA-Zonen.

Um den Versicherern noch mehr Nutzwert in Form eines einheitlichen und aktuellen Reportingstandards zu bieten, werden die CRESTA-Zonen künftig nicht mehr gefahrenabhängig definiert. Stattdessen basieren sie auf offiziellen postalischen und administrativen Landkarten von GfK GeoMarketing, dem größten Produzent weltweiter digitaler Landkarten zu postalischen und administrativen Gebieten.

Die neuen CRESTA-Zonen liegen ab Mai 2013 unterteilt in „High Resolution“ (HighRes) und in „Low Resolution“ (LowRes) vor. Dabei ist die „HighRes“-Genauigkeit für den Datenaustausch und für die Naturgefahrenmodellierung konzipiert. Die „LowRes“-Genauigkeit dagegen ist für die Kumulkontrolle und grafische Darstellung zweckmäßig.

Bisher gab es für 86 Länder Zonen und teilweise zusätzliche Subzonen. Nun wurden die Länder in die Datenbank der CRESTA auf insgesamt 137 erweitert. Sie stehen den Benutzern aus der Versicherungs- und Rückversicherungsbranche unter www.cresta.org kostenfrei zur Verfügung. Dieser Service wird von Munich Re und Swiss Re gesponsert.

Dr. Jürgen Schimetschek, Leiter des CRESTA-Sekretariats und Risiko Manager bei Munich Re, kommentiert: „Postleitzahlen und administrative Zonen sind feinräumiger und haben einen klar definierbaren Datenstand. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für genaue und aktuelle Risikoanalysen.“

„Die hohe Detailgenauigkeit der CRESTA-Karten 2013 trägt der großen Nachfrage nach genauen und verlässlichen Karten- und Datengrundlagen für Rückversicherer Rechnung.“, ergänzt Simon Lühr, Projektkoordinator für Kartenprojekte bei GfK GeoMarketing.

Der Bedarf an genauen Kartengrundlagen zur Abschätzung von Schadensrisiken durch Naturschäden wächst weltweit weiter an. Die neuen CRESTA-Zonen bieten Anwendern aus der gesamten Versicherungs- und Rückversicherungs-Branche eine wichtige Basis zur Berechnung ihrer Versicherungspolicen.

CRESTA.org – zentrale Onlinedatenbank der Rückversicherungsbranche

Um den Umstieg zu erleichtern, können unter www.cresta.org die neuen und übergangsweise auch noch die alten Zonen und Subzonen aufgerufen und kartografisch dargestellt werden.

Außerdem gibt es Abgleichstabellen, um alte und neue Zonen zu verbinden. Die Möglichkeit, aggregierte Versicherungssummen pro CRESTA-Zone zu visualisieren – sei es als Überblick oder als Detailausschnitt – besteht, indem man eine gemäß ACORD (Association for Cooperative Operations Research and Development) standardisierte Tabelle hochlädt.

Als neue wichtige Zusatzfunktion hat jeder Nutzer nun auch die Möglichkeit, für beliebige Koordinaten schnell, einfach und kostenlos die CRESTA-Zone für sein versichertes Risiko zu bestimmen.

Einsatzmöglichkeiten in GIS und weiteren Systemen

Anwender können die CRESTA-Zonen 2013 auch als digitale Landkarten oder Geodaten von GfK GeoMarketing beziehen und direkt in ihrem eigenen GIS, BI oder Risk Modell einsetzen. Das ermöglicht vielfältige Analysen jenseits reiner Visualisierungen, etwa die Ausführung von Suchabfragen nach Nachbarschaftsbeziehungen innerhalb des Datenuniversums, die Aggregation von Daten und Modellierung eigener Risikoszenarien sowie das Erstellen hochdetaillierter Geoanalysen und Reports.

Digitale Landkarten dienen als Grundlage zur räumlichen Analyse von Daten. Sie werden in speziellen Landkarten-Softwareprogrammen eingesetzt. Die branchenspezifischen CRESTA-Landkarten unterstützen Rückversicherer bei der detaillierten Abschätzung von regionalen Schadenshöhen durch Naturkatastrophen wie Sturm, Überschwemmung oder Erdbeben.

Digitale Landkarten zu Postleitzahlen und administrativen Einheiten wie Gemeinden sind für mehr als 240 Länder weltweit bei GfK GeoMarketing erhältlich. Regelmäßig aktualisiert und erweitert bilden sie die weltweit größte Sammlung digitaler administrativer und postalischer Landkarten. GfK GeoMarketing legt bei der Erstellung in der hauseigenen Kartografie höchsten Wert auf grenzüberschreitende Passgenauigkeit, flächendeckende Darstellung und kartografische Qualität.

Dazu sind passend regionalisierte Marktdaten verfügbar, etwa europaweite feinräumige Daten zur Kaufkraft, Einwohnern und Haushalten. Diese erlauben die Einschätzung von regionalen Versicherungs- bzw. Schadenspotenzialen.

Datenformate

Die Karten und Daten von GfK sind allen Standardformaten verfügbar, etwa .shp (ESR), .tab (MapInfo) und .gdb (Oracle Spatial GeoDatabase). Alle digitalen Karten von GfK sind vektorbasiert, das heißt unbegrenzt zoombar. Mehr Informationen erhalten Sie direkt bei uns.

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